Während draussen mal wieder tausende weiße Schneeflocken runterrasseln und Lund weitgehend unbegehbar machen, habe ich endlich mal wieder Zeit und Muße, mich ein bisschen in meinem kleinen Blog aufzuregen, bzw.mich über Schweden und seine Einwohner auszulassen. Leitmotiv ist dieses Mal wegen seiner Aktualität das Problem Winter.
Da bin ich extra noch nach Südschweden gezogen, bekannt für milde Winter und sehr niedrige Schneewahrscheinlichkeit, und was ist? Ich geh morgens vor die Tür und denke, dass ich in scheiss Kiruna (quasi schwedisches Nordpol-Dorf) gelandet bin. Argh. Seit Dezember haben wir hier nämlich eine geschlossene Schneedecke. Gut, die Romantiker da draussen könnten jetzt natürlich sagen "Aber Britta, Schnee is doch schön". Aber was diese realitätsfremden romantisch-verblödeten Vollidioten vergessen, ist, dass Schnee im Alltag überhaupt nicht schön ist! In der Praxis heisst das nämlich: Verkehrschaos, kalt, nass, eklig. Kurz: Totaler Zusammenbruch des öffentlichen Lebens. Und in Schweden macht Schnee noch eine Spur mehr Spass, denn aus irgendeinem Grund hält dieses Volk nicht so viel von Schnee-räumen, geschweige denn mal ordentlich Salz streuen! Nein, im besten Fall kommt da mal alle Jubeljahre eine einsame Schneewalze vorbei und es wird halbherzig ein bisschen Rollsplit (??!!) auf den durch die Walze schön festplanierten Schnee gestreut. Noch besser wird es dann nach 1-2 Tagen, wenn der Schnee tagsüber immer so schön anschmilzt, nur um nachts dann zu einem riesigen Schneegletscher zusammenzufrieren, der unter Umständen ein bisschen glatt sein könnte. Aber nein, halt, wir haben ja 3 Splittkörner draufgestreut. Das hilft natürlich enorm.
Naja, egal, zusammenfassend kann man sagen, dass das Auftreten von Schnee einem hier in Schweden doch ziemlich nahelegt, bloß drinnen zu bleiben. Für 1-2 Tage geht das natürlich auch. Aber problematisch wird es, wenn es so wie jetzt wochenlang weiss draussen bleibt - wenigstens für uns, die armen Immigranten, die ein bisschen soziales Leben und Abwechslung brauchen. Nicht so die Schweden. Die atmen wahrscheinlich auf, dass sie endlich noch mehr zu Hause bleiben können als sie eh schon sind. Schliesslich war man ja schon in den 2.5 Frühjahrs-und Sommermonaten "die ganze Zeit" draussen. Zu viel Kontakt mit der Aussenwelt is ja bekanntlich nix für den Schweden. Also lieber schnell noch das Süsswarenregal vom lokalen ICA Supermarkt leergeräumt, bei IKEA 3 Familienpackungen Teelichter geschnappt und ab in die heimische Höhle, Türe zu und Klingel abstellen. Jetzt wird nämlich "gemyst". "Mysa" ist ein schwedisches Verb, dass bis jetzt noch nicht erfolgreich in andere Sprachen übersetzt werden konnte. In etwa bedeutet "mysa": zu Hause auf der Couch im Kerzenschein in Jogginghose rumsitzen, Süssigkeiten fressen und TV gucken. Wahnsinnig spannend. Und das jeden scheiss Abend ab dem ersten Zeichen von Winter - sprich ab dem 1.Oktober.
Naja, das einzige Licht am Horizont ist die vage Erinnerung von letztem Jahr an das Frühjahr, das irgendwann im April "plötzlich" den Winter beendete und alle Schweden aus ihren Löchern kriechen und in die Stadt gehen liess, bevor sie sich alle in ihre Ferienhäuser zum privaten Genuss des 3-wöchigen Sommers absetzten. Wenn sich die Schweden bis dahin nicht totgemyst haben, gibt es für 2010 vielleicht ja auch noch Hoffnung. Bis dahin werde ich, gewappnet mit High-tech Daunenwinterjacke, Gummistiefeln und Doppelfleecehandschuhen, versuchen, dem Winter zu trotzen und dabei jede einzelne Schneeflocke beschimpfen, die mir begegnet.
Da bin ich extra noch nach Südschweden gezogen, bekannt für milde Winter und sehr niedrige Schneewahrscheinlichkeit, und was ist? Ich geh morgens vor die Tür und denke, dass ich in scheiss Kiruna (quasi schwedisches Nordpol-Dorf) gelandet bin. Argh. Seit Dezember haben wir hier nämlich eine geschlossene Schneedecke. Gut, die Romantiker da draussen könnten jetzt natürlich sagen "Aber Britta, Schnee is doch schön". Aber was diese realitätsfremden romantisch-verblödeten Vollidioten vergessen, ist, dass Schnee im Alltag überhaupt nicht schön ist! In der Praxis heisst das nämlich: Verkehrschaos, kalt, nass, eklig. Kurz: Totaler Zusammenbruch des öffentlichen Lebens. Und in Schweden macht Schnee noch eine Spur mehr Spass, denn aus irgendeinem Grund hält dieses Volk nicht so viel von Schnee-räumen, geschweige denn mal ordentlich Salz streuen! Nein, im besten Fall kommt da mal alle Jubeljahre eine einsame Schneewalze vorbei und es wird halbherzig ein bisschen Rollsplit (??!!) auf den durch die Walze schön festplanierten Schnee gestreut. Noch besser wird es dann nach 1-2 Tagen, wenn der Schnee tagsüber immer so schön anschmilzt, nur um nachts dann zu einem riesigen Schneegletscher zusammenzufrieren, der unter Umständen ein bisschen glatt sein könnte. Aber nein, halt, wir haben ja 3 Splittkörner draufgestreut. Das hilft natürlich enorm.
Naja, egal, zusammenfassend kann man sagen, dass das Auftreten von Schnee einem hier in Schweden doch ziemlich nahelegt, bloß drinnen zu bleiben. Für 1-2 Tage geht das natürlich auch. Aber problematisch wird es, wenn es so wie jetzt wochenlang weiss draussen bleibt - wenigstens für uns, die armen Immigranten, die ein bisschen soziales Leben und Abwechslung brauchen. Nicht so die Schweden. Die atmen wahrscheinlich auf, dass sie endlich noch mehr zu Hause bleiben können als sie eh schon sind. Schliesslich war man ja schon in den 2.5 Frühjahrs-und Sommermonaten "die ganze Zeit" draussen. Zu viel Kontakt mit der Aussenwelt is ja bekanntlich nix für den Schweden. Also lieber schnell noch das Süsswarenregal vom lokalen ICA Supermarkt leergeräumt, bei IKEA 3 Familienpackungen Teelichter geschnappt und ab in die heimische Höhle, Türe zu und Klingel abstellen. Jetzt wird nämlich "gemyst". "Mysa" ist ein schwedisches Verb, dass bis jetzt noch nicht erfolgreich in andere Sprachen übersetzt werden konnte. In etwa bedeutet "mysa": zu Hause auf der Couch im Kerzenschein in Jogginghose rumsitzen, Süssigkeiten fressen und TV gucken. Wahnsinnig spannend. Und das jeden scheiss Abend ab dem ersten Zeichen von Winter - sprich ab dem 1.Oktober.
Naja, das einzige Licht am Horizont ist die vage Erinnerung von letztem Jahr an das Frühjahr, das irgendwann im April "plötzlich" den Winter beendete und alle Schweden aus ihren Löchern kriechen und in die Stadt gehen liess, bevor sie sich alle in ihre Ferienhäuser zum privaten Genuss des 3-wöchigen Sommers absetzten. Wenn sich die Schweden bis dahin nicht totgemyst haben, gibt es für 2010 vielleicht ja auch noch Hoffnung. Bis dahin werde ich, gewappnet mit High-tech Daunenwinterjacke, Gummistiefeln und Doppelfleecehandschuhen, versuchen, dem Winter zu trotzen und dabei jede einzelne Schneeflocke beschimpfen, die mir begegnet.
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