Nachdem ich ja schon insgesamt mehr als ein Jahr in Schweden unter Schweden lebe, habe ich mir gedacht, dass es mal an der Zeit ist, mein großes angehäuftes Wissen über unsere lieben nordischen Nachbarn zu teilen. Heute in Teil 1 meines Schweden ABCs:
S - wie Snus
K - wie Kaffee
A - wie Alkohol
Diese drei Dinge haben nicht nur ihre Zugehörigkeit zur Genussmittel-Kategorie gemein, sondern sind auch die drei besten Beispiele für die doch relativ suchtanfällige Natur des Schwedens. Fangen wir mal mit dem Harmlosesten, Kaffee, an:
K - wie Kaffee. Oder auch: Eine pechschwarze, megabittere, flüssige, sehr starke Brühe (oder: Plörre), die der Schwede gerne ohne Zucker und Milch zu sich nimmt. Und zwar in großen Mengen. Die Schweden führen nicht ohne Grund den Verbrauch von Kaffeebohnen pro Einwohner im internationalen Vergleich an. Abgesehen von noch relativ normalen Kaffee-Konsumgelegenheiten wie Frühstück und Kaffeepause wird hier auch zu absolut jedem Essen essentiell Kaffee getrunken. Ja, auch zum Mittagessen. Obwohl das vielleicht auch ganz schlau ist, dieses Gebräu in Verbindung mit Nahrung aufzunehmen, dann ätzt das eventuell nicht gleich die komplette Magenschleimhaut weg. Ich persönlich, obwohl leiderprobt in Sachen Kaffee nach all den Jahren in Holland, kann den schwedischen Kaffee nur in Kombination mit 1 Liter Milch und 5 Stücken Zucker trinken. Noch schlimmer ist allerdings das Gesöff, das einem hier unter dem Tarnnamen 'Cafe Latte' serviert wird. Sowas von stark und bitter und schwer im Magen liegend, bäh. Und 'Latte', also Milch, hat diese Kaffeespezialität auch noch nie gesehen meiner Meinung nach. Aber gut, man kann ja auf andere Getränke ausweichen. Zum Beispiel:
A - wie Alkohol. Wird hier nur in speziellen Läden, sogenannten Systembollagets, verkauft. Kennzeichen der Systembollagets: Bescheidene Angebotsvielfalt, sehr bescheidende Öffnungszeiten und noch bescheidenere Preise (bestialisch teuer is das Zeug hier!). Wer für eine Flasche Vodka 25 Euro bezahlen muss, überlegt sich gut, ob und wann er sich betrinkt. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich, nach zahlreichen Begegnungen mit sturzbetrunkenen Schweden, langsam auch der Meinung bin, dass die kontrollierte Abgabe von Alkohol an Schweden gar keine so schlechte Idee is. Die saufen sich sonst zu Tode. Oder fallen noch öfter in Clubs und Bars um/auf arme Ausländerinnen wie mich drauf. Nene, dann lieber den Alkohol rationieren. Den Schweden bleibt ja noch immer eine letzte Domaine, in der sie ihre Suchtlust ausleben können:
S - wie Snus. Absolut abartige Eigenart aus Schweden, eine Art Kautabak, der im Rest der Welt GOTT SEI DANK verboten ist. Wie muss man sich Snus vorstellen? Wie eine Art kleiner Teebeutel voll mit Tabak, der zwischen Lippe und Zähne geklemmt wird. Gibt es in tausend Sorten, inklusive Blaubeere, Vanille, und wahrscheinlich auch noch in der in Schweden so beliebten Kaktusfrucht-Geschmacksrichtung. Für mich ist es zwar absolut unverständlich, was so geil daran is, sich sozusagen eine Zigarette in den Mund zu stecken und daran zu lutschen, aber gut, irgendwas muss Snus haben, denn halb Schweden hat diese Tabakbeutel im Mund. Andauernd und überall. Total süchtig macht das Zeug, schlimmer als Kokain und Crack zusammen, und angeblich kann man davon auch Löcher im Zahnfleisch bekommen. Herrlich.
S - wie Snus
K - wie Kaffee
A - wie Alkohol
Diese drei Dinge haben nicht nur ihre Zugehörigkeit zur Genussmittel-Kategorie gemein, sondern sind auch die drei besten Beispiele für die doch relativ suchtanfällige Natur des Schwedens. Fangen wir mal mit dem Harmlosesten, Kaffee, an:
K - wie Kaffee. Oder auch: Eine pechschwarze, megabittere, flüssige, sehr starke Brühe (oder: Plörre), die der Schwede gerne ohne Zucker und Milch zu sich nimmt. Und zwar in großen Mengen. Die Schweden führen nicht ohne Grund den Verbrauch von Kaffeebohnen pro Einwohner im internationalen Vergleich an. Abgesehen von noch relativ normalen Kaffee-Konsumgelegenheiten wie Frühstück und Kaffeepause wird hier auch zu absolut jedem Essen essentiell Kaffee getrunken. Ja, auch zum Mittagessen. Obwohl das vielleicht auch ganz schlau ist, dieses Gebräu in Verbindung mit Nahrung aufzunehmen, dann ätzt das eventuell nicht gleich die komplette Magenschleimhaut weg. Ich persönlich, obwohl leiderprobt in Sachen Kaffee nach all den Jahren in Holland, kann den schwedischen Kaffee nur in Kombination mit 1 Liter Milch und 5 Stücken Zucker trinken. Noch schlimmer ist allerdings das Gesöff, das einem hier unter dem Tarnnamen 'Cafe Latte' serviert wird. Sowas von stark und bitter und schwer im Magen liegend, bäh. Und 'Latte', also Milch, hat diese Kaffeespezialität auch noch nie gesehen meiner Meinung nach. Aber gut, man kann ja auf andere Getränke ausweichen. Zum Beispiel:
A - wie Alkohol. Wird hier nur in speziellen Läden, sogenannten Systembollagets, verkauft. Kennzeichen der Systembollagets: Bescheidene Angebotsvielfalt, sehr bescheidende Öffnungszeiten und noch bescheidenere Preise (bestialisch teuer is das Zeug hier!). Wer für eine Flasche Vodka 25 Euro bezahlen muss, überlegt sich gut, ob und wann er sich betrinkt. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich, nach zahlreichen Begegnungen mit sturzbetrunkenen Schweden, langsam auch der Meinung bin, dass die kontrollierte Abgabe von Alkohol an Schweden gar keine so schlechte Idee is. Die saufen sich sonst zu Tode. Oder fallen noch öfter in Clubs und Bars um/auf arme Ausländerinnen wie mich drauf. Nene, dann lieber den Alkohol rationieren. Den Schweden bleibt ja noch immer eine letzte Domaine, in der sie ihre Suchtlust ausleben können:
S - wie Snus. Absolut abartige Eigenart aus Schweden, eine Art Kautabak, der im Rest der Welt GOTT SEI DANK verboten ist. Wie muss man sich Snus vorstellen? Wie eine Art kleiner Teebeutel voll mit Tabak, der zwischen Lippe und Zähne geklemmt wird. Gibt es in tausend Sorten, inklusive Blaubeere, Vanille, und wahrscheinlich auch noch in der in Schweden so beliebten Kaktusfrucht-Geschmacksrichtung. Für mich ist es zwar absolut unverständlich, was so geil daran is, sich sozusagen eine Zigarette in den Mund zu stecken und daran zu lutschen, aber gut, irgendwas muss Snus haben, denn halb Schweden hat diese Tabakbeutel im Mund. Andauernd und überall. Total süchtig macht das Zeug, schlimmer als Kokain und Crack zusammen, und angeblich kann man davon auch Löcher im Zahnfleisch bekommen. Herrlich.
So, das war's für heute, beim nächsten Mal gibt es dann so spannende Themen wie N - wie Nummer ziehen und W - wie Warten.
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