Eines vorab: Diesen Post möchte ich den armen schwedischen Männern widmen, die hier in Skandinavien ein trostloses Dasein fristen zwischen all den Hardcore Feministinnen, die nicht ruhen, bis auch wirklich alles und jeder bis auf die letzte Kommastelle gleichberechtigt ist. Das einzige Problem: Hier in Schweden ist schon alles so gleichberechtigt, gleichberechtigter geht nicht!
Wenn man als Nicht-Skandinavier nach Schweden kommt, ist man natürlich erst einmal begeistert von der Gleichberechtigung der Geschlechter. Frauen fahren Bus, Männer kochen, und gemeinsam wird sich um das Einkommen und den Nachwuchs gekümmert. So weit, so gut. Und klar, ich will natürlich auch nicht bestreiten, dass es sehr angenehm ist, einen schwedischen Freund zu haben, der die Waschmaschine ohne Anweisung bedienen kann und der ohne Aufforderung den Abwasch macht. Dafür, liebe Feministinnen, danke ich Euch auch aus vollstem Herzen.
Allerdings muss man auch mal wissen, wann Schluss ist. Am Weltfrauentag sah ich einen Artikel auf der Titelseite einer großen Tageszeitung mit folgendem schockierenden Titel: "Nur 40% aller Autos in Schweden haben einen weiblichen Besitzer." SKANDAL. Das ist natürlich ein todsicheres Anzeichen dafür, dass die armen schwedischen Amazonen ganz schlimm von ihren Männern unterdrückt werden. Diese 40% können natürlich nicht zum Beispiel daran liegen, dass Frauen vielleicht umweltbewusster sind und statt dem Auto lieber den Bus nehmen. Oder dass Ehepaare sich ein Auto teilen. Oder dass es vielleicht mehr Männer als Frauen gibt. Nein. Die bösen Männer - oder wieso nicht gleich auch noch die sexistische Autoindustrie, wenn wir schonmal dabei sind - verweigern 10% der Frauen ein Auto. Schockierend, ich weiß.
Schockierend vor allem deswegen, weil momentan ja nun wirklich genug anderes, ich mutmaße sogar mal ganz dreist, wichtigeres auf der Welt passiert. Kriege werden geführt, Diktaturen werden gestürzt, ganze Wirtschaftssysteme brechen zusammen...und was macht der Schwede? Der regt sich auf, dass Kraftfahrzeuge geschlechtermässig nicht 50:50 verteilt sind! Vergesst Weltwirtschaftskrise, Taliban und Putin - Schweden braucht in solchen Krisenzeiten unsere volle Unterstützung. Obwohl, hier muss man auch fair sein: Die Autoproblematik ist natürlich nicht die einzige Front, an der die Feministen kämpfen.
Nein, ein noch viel größerer Dorn im Auge ist vielen hier die Tatsache, dass manche Eltern ihre Töchter mit Barbies und ihre Söhne mit Autos spielen lassen! Das ist ja nun auch wirklich schrecklich. Und dann kommen da noch skrupellose Spielzeughersteller wie Lego und Toys'r Us und bilden in ihren Katalögen Mädchen in pinken Kleidern und Jungen in Supermannkostümen ab. Da nimmt so ein Kind natürlich einen enormen Schaden. Ganz klar. Die 5 Jahre des Barbiespielens in meiner Kindheit haben mich auch schwer geprägt.
Doch selbst die Tatsache, dass es mittlerweile extra für den schwedischen Markt geschlechtsneutralen Spielwarenkatalöge, Puppen und Spielzeug gibt, beruhigt die aggressiven Feministinnen hierzulande nicht. Nein, ganz im Gegenteil, die kommen nur noch auf immer wildere Ideen. Der Höhepunkt (bisher): Eltern sollen ihre Kinder nicht mehr "hon" (sie) oder "han" (er) nennen, sondern sie mit dem neutralen "hen" betiteln. Denn so kann das Kind sich frei entfalten, ihm wird kein Geschlecht aufgezwungen. Gut, könnte man natürlich jetzt mal so anmerken, dass es aber leider einfach mal so ist, dass Menschen einfach verschieden sind und es Mädchen und Jungen gibt. Aber nein, wir sind ja alle so schrecklich gleich! Es gab sogar schon Zeitungen hier, die alle "er" und "sie" mit "hen" ersetzt haben. Ich weiß, Wahnsinn.
Mein Name ist Britta. Meine Eltern haben mich von Geburt an als "sie" bezeichnet und mir Barbies zu Weihnachten geschenkt. Meine Spielsachen von Lego waren alle pink und eines meiner absoluten Lieblingslieder war lange "Ich bin so froh, dass ich ein Mädchen bin.". Trotz (oder vielleicht gerade wegen) meiner geschlechtsspezifischen Kindheit und Jugend bin ich heute doch erstaunlicherweise recht glücklich und zufrieden. Ich würde vorschlagen, dass die schwedischen Feministen jetzt mal die armen Männer, Barbies und Eltern in Ruhe lassen und sich den wahren Problemen der Welt zuwenden. Solange auf der Welt noch Krieg und Hunger herrschen, kann ich mich beim besten Willen nicht über ein paar pinke Lego Bauklötze aufregen.
Wenn man als Nicht-Skandinavier nach Schweden kommt, ist man natürlich erst einmal begeistert von der Gleichberechtigung der Geschlechter. Frauen fahren Bus, Männer kochen, und gemeinsam wird sich um das Einkommen und den Nachwuchs gekümmert. So weit, so gut. Und klar, ich will natürlich auch nicht bestreiten, dass es sehr angenehm ist, einen schwedischen Freund zu haben, der die Waschmaschine ohne Anweisung bedienen kann und der ohne Aufforderung den Abwasch macht. Dafür, liebe Feministinnen, danke ich Euch auch aus vollstem Herzen.
Allerdings muss man auch mal wissen, wann Schluss ist. Am Weltfrauentag sah ich einen Artikel auf der Titelseite einer großen Tageszeitung mit folgendem schockierenden Titel: "Nur 40% aller Autos in Schweden haben einen weiblichen Besitzer." SKANDAL. Das ist natürlich ein todsicheres Anzeichen dafür, dass die armen schwedischen Amazonen ganz schlimm von ihren Männern unterdrückt werden. Diese 40% können natürlich nicht zum Beispiel daran liegen, dass Frauen vielleicht umweltbewusster sind und statt dem Auto lieber den Bus nehmen. Oder dass Ehepaare sich ein Auto teilen. Oder dass es vielleicht mehr Männer als Frauen gibt. Nein. Die bösen Männer - oder wieso nicht gleich auch noch die sexistische Autoindustrie, wenn wir schonmal dabei sind - verweigern 10% der Frauen ein Auto. Schockierend, ich weiß.
Schockierend vor allem deswegen, weil momentan ja nun wirklich genug anderes, ich mutmaße sogar mal ganz dreist, wichtigeres auf der Welt passiert. Kriege werden geführt, Diktaturen werden gestürzt, ganze Wirtschaftssysteme brechen zusammen...und was macht der Schwede? Der regt sich auf, dass Kraftfahrzeuge geschlechtermässig nicht 50:50 verteilt sind! Vergesst Weltwirtschaftskrise, Taliban und Putin - Schweden braucht in solchen Krisenzeiten unsere volle Unterstützung. Obwohl, hier muss man auch fair sein: Die Autoproblematik ist natürlich nicht die einzige Front, an der die Feministen kämpfen.
Nein, ein noch viel größerer Dorn im Auge ist vielen hier die Tatsache, dass manche Eltern ihre Töchter mit Barbies und ihre Söhne mit Autos spielen lassen! Das ist ja nun auch wirklich schrecklich. Und dann kommen da noch skrupellose Spielzeughersteller wie Lego und Toys'r Us und bilden in ihren Katalögen Mädchen in pinken Kleidern und Jungen in Supermannkostümen ab. Da nimmt so ein Kind natürlich einen enormen Schaden. Ganz klar. Die 5 Jahre des Barbiespielens in meiner Kindheit haben mich auch schwer geprägt.
Doch selbst die Tatsache, dass es mittlerweile extra für den schwedischen Markt geschlechtsneutralen Spielwarenkatalöge, Puppen und Spielzeug gibt, beruhigt die aggressiven Feministinnen hierzulande nicht. Nein, ganz im Gegenteil, die kommen nur noch auf immer wildere Ideen. Der Höhepunkt (bisher): Eltern sollen ihre Kinder nicht mehr "hon" (sie) oder "han" (er) nennen, sondern sie mit dem neutralen "hen" betiteln. Denn so kann das Kind sich frei entfalten, ihm wird kein Geschlecht aufgezwungen. Gut, könnte man natürlich jetzt mal so anmerken, dass es aber leider einfach mal so ist, dass Menschen einfach verschieden sind und es Mädchen und Jungen gibt. Aber nein, wir sind ja alle so schrecklich gleich! Es gab sogar schon Zeitungen hier, die alle "er" und "sie" mit "hen" ersetzt haben. Ich weiß, Wahnsinn.
Mein Name ist Britta. Meine Eltern haben mich von Geburt an als "sie" bezeichnet und mir Barbies zu Weihnachten geschenkt. Meine Spielsachen von Lego waren alle pink und eines meiner absoluten Lieblingslieder war lange "Ich bin so froh, dass ich ein Mädchen bin.". Trotz (oder vielleicht gerade wegen) meiner geschlechtsspezifischen Kindheit und Jugend bin ich heute doch erstaunlicherweise recht glücklich und zufrieden. Ich würde vorschlagen, dass die schwedischen Feministen jetzt mal die armen Männer, Barbies und Eltern in Ruhe lassen und sich den wahren Problemen der Welt zuwenden. Solange auf der Welt noch Krieg und Hunger herrschen, kann ich mich beim besten Willen nicht über ein paar pinke Lego Bauklötze aufregen.

